Welshöhlen

Von   8. April 2014
Welshoehle_rund

Welshöhlen rund

Viele L-Welse sind Höhlenbrüter und benötigen zur Fortpflanzung eine Laichhöhle. In der freien Natur nutzen die Tiere bevorzugt Höhlen in Sandbänken, welche selbst gegraben werden oder naturgegeben sind. Für eine artengerechte Haltung der Tiere im Aquarium muss entsprechend für Ersatz gesorgt werden. Neben der Fortpflanzung dienen Welshöhlen den Tieren auch als Zufluchtsort im Aquarium. Für den Betrachter wirken die Höhlen auch als Dekoration im Aquarium. Welshöhlen eignen sich je nach Größe und Form für alle Arten von L-Welsen (z.B. Hypancistrus, Peckoltia, Ancistomus). Darüber hinaus dienen sie als Ablaichhöhlen auch für die Zucht von Barschen, Krebse, Axolotl, Schmerlen und Aale. Prinzipiell lassen sich Welshöhlen nach der Anzahl der Eingänge und deren Anordnung unterscheiden. Im Regelfall verfügen Welshöhlen über ein oder zwei Eingänge. Höhlen mit nur einem Eingang sind vorwiegend für L-Welse konzipiert. Hexenwelse hingegen nehmen ausschließlich Höhlen mit zwei Eingängen an. Befindet sich der Eingang an der Stirnseite, handelt es sich um klassische Standardhöhlen. Da in der Regel die Männchen die Bruthöhle aussuchen, ist es wichtig speziell ihren Ansprüchen gerecht zu werden.

Höhlengrößen für L-Welse

  • Höhlenlänge:    ca. 1,5 mal die Länge des Männchens
  • Höhenbreite:    ca. Breite des Männchens mit etwa zur Hälfte abgespreizten Bauchflossen
  • Höhlenhöhe:    ca. Höhe des Männchens mit halb aufgestellter Rückenflosse
Welshoehle_eckig

Eckige Welshöhle.

Soll die Höhle als Zufluchtsort für kleine Tiere im Aquarium dienen, ist dementsprechend eine Größe die für große Welse nicht zugängig ist zu wählen. Welshöhlen gibt es in verschiedenen Formen und Musterungen. Besonders beliebt sind Höhlen in runden, eckigen und ovalen Ausgestaltungen. Je nach Aquarienoptik und Vorliebe des Besitzers gibt es Welshöhlen in den Farben Schwarz, Braun, Terrakotta, Buntgestreift, Schiefer und Supernova. Es sollten mindestens 1-2 Höhlen pro Wels im Aquarium vorhanden sein. Je mehr Höhlen im Aquarium sind, desto weniger Streitereien wird es unter den Welsen geben. Die Oberfläche der Welshöhlen kann glatt aber auch leicht porös sein. Leicht poröse Oberflächen dienen dazu, dass die Eier der Welse bedeutend besser an den Wänden der Tonhöhlen haften und dass Pflanzen (wie z.B. Moose und Annubias-Arten) gut an und auf der Laichhöhle festwachsen können. Glatte Oberflächen beugen einer möglichen Verletzungsgefahr der Fische vor. Um eine generelle Verletzungsgefahr der Tiere zu vermeiden, muss sichergestellt sein, dass keine scharfen Kanten an den Höhlen vorhanden sind, an denen sich die Tiere verletzen könnten.

Produktion von Welshöhlen

L_Welse

Für solche L-Welse werden Höhlen benötigt, hier handelt es sich um einen L-!34

In Aquarien findet man überwiegend Welshöhlen aus Ton und Schiefer. Ton wird bei 950°C gebrannt und gewährleistet so eine optimale Wasserdurchlässigkeit. Denn je heißer Ton gebrannt wird, desto wasserundurchlässiger bis wasserdicht wird er. Um ein Springen oder Platzen des Materials zu vermeiden müssen die Welshöhlen vor dem Brennen ausgiebig trocknen. Der Brand dauert bis zu 24 Stunden. Die komplette Herstellung von Laichhöhlen dauert in etwa ein bis zwei Wochen, je nach Luftfeuchtigkeit. In kalten Wintermonaten trocknen die Welshöhlen schneller als in warmen Sommermonaten. Die Herstellung von Welshöhlen durch Handarbeit bringt eine hohe Formgenauigkeit mit sich und individuelle Wünsche können mit berücksichtigt werden.
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